Die Kosten von EDI
Die Kosten für EDI-Implementierungen hängen davon ab, welchen Ansatz Sie wählen: Inhouse oder Zusammenarbeit mit einem externen EDI-Anbieter.
EDI-Preismodelle und Implementierungskosten verstehen
Die Kosten für EDI(Electronic Data Interchange) variieren stark, je nachdem, für welches Modell sich Ihr Unternehmen entscheidet. Im Folgenden finden Sie drei gängige Ansätze für die EDI-Preisgestaltung, die sich in Bezug auf Investitionen, Kontrolle und interne Ressourcenanforderungen unterscheiden.
- Option 1: Aufbau eines eigenen EDI-Systems im Haus
Für Unternehmen, die maximale Kontrolle wünschen und über starke interne IT-Ressourcen verfügen. - Option 2: Nutzung eines Value-Added Network (VAN) mit internen Teams
Kombiniert die Infrastruktur von Drittanbietern mit interner Integration und Support. - Option 3: Vollständig verwaltete EDI-Dienste
Lagern Sie alles aus, vom Onboarding bis zur Wartung, um Einfachheit und Skalierbarkeit zu gewährleisten.
Option 1: Aufbau eines eigenen EDI-Systems im Haus
Für große Unternehmen mit umfangreichen IT-Kapazitäten bietet der Aufbau eines vollständig internen EDI-Systems ein Höchstmaß an Kontrolle - aber auch die höchsten EDI-Implementierungskosten.
Anforderungen:
- EDI-Software und Kommunikationsprotokolle
- Qualifiziertes Personal für Entwicklung, Mapping, Integration und Wartung
- Langfristige Investitionen in Upgrades und Support
Herausforderungen:
- Hohe Vorab- und laufende Kosten
- Komplexe Einbindung und Unterstützung von Partnern
- Größeres Risiko und mehr Zeit für die Bereitstellung
Am besten für:
- Organisationen mit sehr spezifischen Anforderungen an Compliance, Anpassung oder Kontrolle
Option 2: Verwendung eines VAN mit internen Teams
Bei dieser Option arbeiten Unternehmen mit einem externen EDI-Anbieter zusammen, um ein Cloud-basiertes Value-Added Network (VAN) zu implementieren, das den Dokumententransport und die Netzwerkinfrastruktur übernimmt, während interne Teams für die Integration, das Mapping und die Unterstützung der Handelspartner zuständig bleiben. Dieses Modell senkt zwar die EDI-Implementierungskosten im Vergleich zu einem Do-it-yourself-Ansatz, aber sowohl Option 1 als auch 2 sind anfälliger für EDI-Gebühren aufgrund von Nichteinhaltung der Vorschriften, es sei denn, Ihr internes Team ist in der Lage, mit den sich entwickelnden Vorschriften Schritt zu halten.
Was enthalten ist:
- Sicherer Dokumentenaustausch über ein gemeinsames VAN
- Standardwerkzeuge für die Verbindung von Handelspartnern
- Abonnementpreise basierend auf dem Datenvolumen oder der Anzahl der Transaktionen
Überlegungen:
- Einige VANs berechnen Gebühren auf der Grundlage von Mindestdatensatzlängen, was die Kosten für EDI bei kleinen Transaktionen in die Höhe treiben kann.
- Sie müssen interne Ressourcen für Mapping, Fehlerbehebung und Support bereitstellen
Am besten für:
- Unternehmen, die einen Teil der Kontrolle behalten, aber den Aufbau einer vollständigen Infrastruktur vermeiden möchten
Option 3: Vollständig verwaltete EDI-Dienste
Für Unternehmen, die die schwere Arbeit auslagern möchten, sind verwaltete EDI-Dienste oder verwaltete B2B-Dienste eines externen EDI-Anbieters die beste und skalierbarste Option. Dieser Ansatz ist ideal für Unternehmen mit begrenzten internen IT-Ressourcen oder für Unternehmen, die Zugang zu ausgelagertem Fachwissen suchen.
Was enthalten ist:
- End-to-End-Verwaltung der EDI-Infrastruktur und Einbindung von Partnern
- Mapping, Übersetzung und Integrationsdienste
- 24/7 Überwachung und Unterstützung
- Kontinuierliche Aktualisierungen der Compliance
Die EDI-Preismodelle basieren in der Regel auf:
- Monatliche oder jährliche Abonnements
- Volumenbasierte Ebenen (übertragene Dokumente oder Kilo-Zeichen)
Vorteile:
- Minimaler interner Ressourcenbedarf
- Vorhersehbare Kosten
- Skalierbare Architektur und Zugang zu EDI-Experten
Die Wahl des richtigen EDI-Kostenmodells für Ihr Unternehmen
Jede dieser EDI-Optionen ist mit einem unterschiedlichen Maß an Kosten, Komplexität und Kontrolle verbunden. Die meisten Unternehmen finden mit Option 2 oder Option 3 das richtige Gleichgewicht zwischen Kosteneffizienz und Betriebsfähigkeit, um den Aufwand für interne Systeme zu vermeiden.
Es überrascht daher nicht, dass die meisten Unternehmen stattdessen mit einer Art Drittanbieter zusammenarbeiten, der die EDI-Infrastruktur bereitstellen kann, ohne dass sie diese Anfangsinvestition tätigen müssen. Dies kann besonders für kleine und mittlere Unternehmen wichtig sein, die einfach nicht über die nötigen Mitarbeiter verfügen oder das Geld für derartige Investitionen in ihrem Unternehmen nicht aufbringen können.